Ausstellungseröffnung Karlsruher Künstlerbund: Künstler-Steinzeichnungen

Gestern war ich auf einer Ausstellungseröffnung. Dank der freundlichen Einladung der beiden Sammler, Herr Mayer und Herr Boeddinghaus, durfte ich als Einrahmerin die Sammlung einmal „in Aktion“ sehen. Was als Pflichttermin begann wandelte sich schnell in Spaß um. Zu sehen gab es Steinzeichnungen von Künstlern des Karlsruher Künstlerbundes, also viele Künstlerlithografien. Und diese waren es auch, die im Hauptfokus der Ausstellung standen – völlig zu Recht, denn ich habe selten so eine schöne Leuchtkraft und Lichtwirkung wie in vielen der Bilder gesehen! Auf die Lithographien war der Fokus gesetzt, demzufolge waren Ölbilder jeweils untergeordnet auf Staffeleien hinzugefügt. Das passte auch perfekt, denn die Ölbilder verfügen nicht über die gleiche Leuchtkraft wie die Lithographien. Das ist nicht falsch zu verstehen, ich mochte die Ölbilder, nur fehlte ihnen eben die Leuchtkraft der Lithografien.

Hier der Flyer für die Ausstellungseröffnung mit ein wenig mehr Info zum Künstlerbund.

Es war außerdem eine der best besuchten Ausstellungseröffnungen, auf der ich je war. Um nicht zu sagen: Es war richtig voll! Und das trotz 37°C-Wetter. Das macht natürlich Spaß, wenn man noch mehr Leute hat, mit denen man sich über Kunst unterhalten kann. Ich hatte mir außerdem meine Arbeitskollegin und meine Praktikantin mitgebracht, sodass wir eine kunstverständige Truppe waren. Herr Mayer war so freundlich, uns extra sein Büro zu zeigen, das vor wunderbarer Kunst schier platzt. Leider konnten wir uns nicht verabschieden, da wir nicht unhöflich ins Gespräch einfallen wollten. Ich habe schon sehr lange keine Ausstellungseröffnung mehr erlebt, die mir so viel Freude gemacht hat.

Leider habe ich keins der leuchtenden Bilder online finden können und kann daher nur mit meinem zweitliebsten Bild aufwarten, von dem gerade ein anderes Exemplar auf Ebay versteigert wird:

Walter Conz: Schlosspark, Lithografie, ca. 1920.

Zum Schluss noch ein Hinweis: hier gibt es einige Lithografien zu sehen, die zumindest eine Idee des Leuchtens vermitteln, von dem ich oben schrieb.

Es passiert nichts, aber es ist viel los

*Die Links in diesem Beitrag sind unbezahlt und von mir gesetzt!

Eigentlich hebe ich mir ja immer bestimmte Themen oder Ereignisse für den Blog auf. Diesen Monat hatte ich aber weder eine Idee noch ein Thema. Dabei habe ich mich mit so vielen Dingen beschäftigt! Darum soll es heute hier gehen – nichts passiert, aber viel los.

Mein letzter Artikel „Was ich nicht mehr kaufe“ ist dann doch nur die Spitze des Eisbergs gewesen. Was Anfang des Jahres mit Marie Kondo angefangen hat setzte sich mit der Entdeckung von Minimalismus als Lebenskonzept, Nachhaltigkeit und am Ende dann sogar Zero Waste fort. Youheum wurde eine große Inspiration, nicht nur eine Resource. Ihre Beiträge betrachte ich allerdings mit einem Funken Vorsicht, denn ich halte offen gesagt nichts vom Healing Code und EFT. Den Healing Code finde ich schlicht gefährlich. Methodisch Inkorrekt, der Wissenschaftspodcast, hat eine Kategorie „Schwurbel der Woche“, in den ich für mich persönlich alles derartige von Youheum einordne. That said: Der Rest ihres Blogs, Podcasts und Videos ist sehr gut! Viele Tipps zur Nachhaltigkeit, Minimalsimus als Lebensstil und generell einiges an Lebensweisheit. Den letzten Monat habe ich mich also hauptsächlich damit beschäftigt.

Gleich nach dem letzten Eintrag war dann die Gulaschprogammiernacht des Entropia e.V., bei der ich Samstag war und wieder viel gelernt habe. Ich kann mich immernoch nicht selbst überreden, die Frauen mit den Nähmaschinen anzusprechen, da möchte ich doch so gern mit machen! Ich hab sogar selbst was auf der GPN produziert:

Einfaches Stickbild des Sternbildes Kassiopeia mit LED.

Das WGT kam und ging das folgende Wochenende. Zum Thema Kostüme hatte ich mich ja schon hier geäußert. Beim Szeneblog Spontis gab es dann eine erwachsene, offene Diskussion zum Thema, an der ich mich ebenfalls beteiligt habe.

Eine ganz wichtige Errungenschaft für den Sommer wurde das folgende Wochenende installiert: Fliegengitter! Wir sind ja umgezogen, wie ich hier schrieb, und da wir einmal quer durch die Stadt nach Westen gen Rhein gezogen sind und dieses Jahr die Schnakenbekämpfungshubschrauber beide havariert waren, erwarten wir einen große Plage. Ob das chemische Bekämpfen der Schnaken ökologisch sinnvoll ist bezweifle ich, aber nicht jeder mag sich Fliegengitter installieren. Bisher haben die Gitter vor allem gegen die Wanzen geholfen, die jetzt außen drauf sitzen und rein gucken. Nehmt das, ihr Stinkwanzen!

Ich war tatsächlich mal wieder in einem Club. So nachts und mit tanzen. War ganz gut, auch meine Freunde hatte ich eine Weile nicht gesehen. Ich mag nicht mehr so viel Alkohol trinken und auch nicht mehr so lang bleiben, das ist wohl so ein Altersding – oder ich setze meine Prioritäten einfach anders? Bis 2 Uhr wars auf jeden Fall ganz gut.

Im Geschäft habe ich derzeit eine Schulpraktikantin. Ich hatte noch nie eine Praktikantin, ich war immer selbst die Praktikantin, deshalb gebe ich mir größte Mühe, dass sie einen Mehrwert aus dem Praktikum mitnimmt – wie Dinge gemacht werden, generelle Arbeitswelt, beantworten aller Fragen. Außerdem muss sie keinen Kaffee kochen und spült auch nur Geschirr, wenn sie Lust hat. Meine Praktikantin ist nicht da, um Pumpelarbeiten zu machen, sondern um was zu lernen!

Was ich als wöchentliche Gewohnheit eingeführt habe ist einmale die Woche zusätzlich zum Tanzunterricht Yoga zu machen. Derzeit noch mit einen Youtube-Video, aber im kommenden Semester möchte ich endlich einen Kurs an der Volkshochschule besuchen. Darauf spare ich ein wenig, auch wenn ich von finanzieller Seite nicht in Panik geraten muss, denn ich bekomme eine Gehaltserhöhung!

Mein Handy ist kaputt gegangen. Na ja, es funktioniert noch, aber ich habe das Display gesplittert (man nennt es auch Spider App, weil es aussieht wie ein Spinnennetz). Leider wird das Handy bei längerer Benutzung an der gesplitterten Stelle sehr heiß. Das ist zum einen gut, weil es meine Handynutzung einschränkt, aber auch doof, weil mein Handy mein wichtigstes Gadget ist. Ich spare für 2020 auf ein neues Handy, ein modulares, halbwegs fair und ökologisch produziertes Telefon. Das wird teuer, deshalb muss ich sparen.

Der Ausblick für den Rest des Sommers ist durchaus positiv. Ich habe mehrere Mittelaltermärkte im Kalender stehen, und dann noch eine kleine Reise nach England – diesmal mit dem Zug, was ein Abenteuer in sich ist. Wandern gehen möchte ich auch – die kommenden Monate werden also bestimmt gut!