Corona-Isolations-Tagebuch, Tag 7 und 8

Ach, Corona, Corona, Corona. Die Fallzahlen steigen, die Todesfälle auch, und ich habe irgendwo gelesen, dass jeder dritte Fall in Baden-Württemberg in Stuttgart ist.

Ich war heute einkaufen. (Ich war seit 8 Tagen nicht draußen und bin seit zwei Tagen komplett symptomfrei.) Das hier könnte die Apocalypse sein. Ich habe im Nahkauf einen desinfizierten Einkaufswagen ausgehändigt bekommen, überall sind Markierungen auf dem Boden, wie viel 1,5 m Meter sind, es gab kein Mehl, kein Klopapier und keine Küchentücher, generell waren die Regale recht leer. Alles, was haltbar ist war so gut wie ausverkauft – allerdings gab es auch viele Gemüsesorten nicht. Unser Mittagessen gab es also ohne Kichererbsen und mit Brokkoli statt Blumenkohl. Die Kassiererin sitzt hinter einer Plexiglasscheibe.

Was es reichlich gab: Bier. Vielleicht wurde gerade aufgefüllt, aber in diesem spezifischen Nahkauf ist das Bierregal eigentlich immer halb leer. Wenn die Deutschen kein Bier mehr kaufen, dann ist wohl echt was nicht in Ordnung….

Beim Bäcker stehen die Leute draußen in 1,5 m Abstand voneinander an. Generell ist keiner da, es ist auch alles, was nicht Lebensmittel und täglicher Bedarf ist, geschlossen. Gastronomie nur noch an der Tür zum Mitnehmen. Einige Menschen tragen einen Mundschutz.

Das ist alles richtig und nötig, aber: ich bin schnell wieder Heim gegangen und habe mich gar nicht mehr ins dm getraut, so gruselig war das.

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