Wardruna in Heidelberg am 17.10.2017

Da Kameras im Kongresshaus verboten waren habe ich diesmal keine eigenen Fotos zum Herzeigen.

Ich habe im Kongresshaus in Heidelberg einen Flyer gefunden, den ich ersatzweise eingescannt habe:

Wardruna

Für besseres Verständnis höre der Leser hier oder hier ein Lied von Wardruna.

Die Anreise zur Kongresshalle gestaltet sich schwierig, trotz dass ich in wunderbarer, autobesitzender Begleitung gefahren bin. Das eigentlich Parkhaus war bereits voll als wir ankamen, sodass wir ins benachbarte Parkaus ausweichen mussten, in welches wir als vorletztes Auto reinfuhren. Dann musste jeder gleich nach dem Betreten der Stadthalle mal aufs Klo – und schon hatten wir die Vorband Kaunan verpasst. Auf die hatte ich mich eigentlich gefreut, da es ein neues Projekt von Oliver S. Tyr von Faun ist. Ein Lied habe ich mitbekommen, das hat mir gut gefallen. Mehr kann ich leider nicht zu Kaunan sagen. Dieses Unglück haben Wardruna mehr als wett gemacht. Für diese Art Musik ist die Stadthalle ein gut gewählter Ort, die schnörkelige Ballhausarchitektur hat sehr zur Atmosphäre beigetragen. (Perfekt wäre das Konzert oben auf dem Heiligenberg gewesen, aber man kann nicht alles haben.) Wardruna sind live so viel besser als auf CD oder gar mp3! Einar Selvik singt mit mehr Ausdruck, als man vielleicht aufnehmen kann, die Band ist gut eingespielt und die außergewöhnlichen Instrumente sind gut abgemischt. Zusammen mit einer schönen Lichtshow ein Ereignis! Musik zum Träumen und Genießen. Das hat das Publikum auch die meiste Zeit getan, abgesehen von frenetischem Beifall zwischen den Songs war es sehr still und es wurde sich wenig bewegt. Ich habe keins meiner Lieblingslieder vermisst. Unten folgt eine Setlist vom Konzert in Utrecht vor drei Tagen, die sich mit meiner Erinnerung aus Heidelberg deckt:

  1. Tyr
  2. Wunjo
  3. Bjarkan
  4. Heimta Thurs
  5. Runaljod
  6. Raido
  7. Isa
  8. Jara
  9. Algir – Stien klanar
  10. Dagr
  11. Rotlaust tre fell
  12. Fehu
  13. NaudiR
  14. Odal
  15. Helvegen
  16. Zugabe: Snake Pit Poetry
Warduna_2
Bild mit freundlicher Genehmigung von Jan Heesch vom Rock Genuine Magazin.

(Dieter, falls du das liest: Es war mir ein Fest!)

Washitape

Ich habe ein Problem mit Washitape. Ich kaufe mehr davon, als ich verwenden kann. Dabei ist das doch so eine schöne Idee, selbstklebende Papierklebebänder, die auch noch hübsch bedruckt sind!

Heute kamen jedenfalls kleine Pakete aus China, Japan und Malaysia:

Pakete
Ich bin erst auf der Arbeit in der Mittagspause dazu gekommen, da mal rein zu schauen.

Und was war drin? Das hier:

Inhalt

Ein Ohngesicht-Stift und dreimal Wahi-Tape! Bestellt hatte ich alles über Kawaii Penshop, und das zu sehr günstigen Preisen. Der internationale Versand, der da gratis angeboten wird, dauert nicht allzu lang. Das eine Paket hatte einen Poststempel vom 28. September, aufgegeben hatte ich die Bestellung am 23. September. Angesichts der Tatsache, dass alles aus dem asiatischen Raum kam, ging das doch recht fix. Mir kam es länger vor, da ich meinen neuen Schreibsachen so entgegengefiebert habe! Ich hatte Angst, dass die Qualität nicht die beste sein könnte, aber nö, alles schön.

Washitape
Meine Washitape-Sammlung. Links die beiden Tapes sind neu, rechts das Katzentape auch.

Damit ist meine Tape-Sammlung um drei Stück gewachsen. Es stehen allerdings noch zwei Tapes aus und ein Totoro-Stift. Damit verabschiede ich mich für heute, ich muss was mit Tape bekleben gehen.

Freilichtmuseum Beuren

Heute war ich meine Freundin Lisa besuchen. Lisa arbeitet im Freilichtmuseum Beuren. Da musste ich natürlich mal vorbeischauen, schon allein, weil ich dort bestimmt etwas neues historisches oder denkmlapflegerisches lernen kann!

Bauernhaus_start
Ein Wohn- und Wirtshaus aus Tamm, gezeigt im Zustand um 1750.

Erstmal war ich wirklich überrascht, wie groß das Gelände ist. Die einzelnen Häuser stehen zwischen Streuobstwiesen auf einer Fäche von 13 Hektar – das klingt wenig, ist es aber nicht! Also viel zu sehen. Da ich schon vor dem Beginn des eigentlich erst 11 Uhr startenden Moschtfest dort war – ich bin mit Lisa zur Arbeit gefahren – konnte ich ein oder zwei Häuser fast ohne Besucherandrang anschauen. Angefangen habe ich mit dem Bauernhaus und dem dazugehörigen Ausgedinghaus. Dieses winzige Haus zeigt die ländliche Bauweise von 1509 bis 1984. Hier habe ich am meisten zum Thema Denkmalpflege gelernt, denn die verschiedenen Umbauphasen waren gut ablesbar, es gab einige Filme über den Abbau am alten Standort Aichelau und den Wiederaufbau in Beuren, und alles war wunderbar beschriftet. Dieses Haus war komplett eingerichtet, da die letzte Besitzerin erst 1984 verstoben ist. Es war wahnsinnig spannend, die frühere Lebensweise fast zum Anfassen vorgestellt zu bekommen! Das Ausgedinghaus ist ein gartenhausähnliches Nebengebäude, in dem die Eltern der dann die Landwirtschaft übernehmenden Kindern ihren Ruhestand verbrachten. Ich als Großstadtkind wusste nicht, das die „Rente“ eigentlich ein vertraglich festgelegter Anteil am Ertrag war, der den „Rentnern“ einen guten Lebensabend ermöglichen sollte. Irgendwie eine schöne Vorstellung, nach einem langen, arbeitsreichen Leben in das kleine Häuschen mit Garten ziehen zu können und sich über eine Grundversorgung keine Gedanken machen zu müssen. Bei dieser Familie hat das gut geklappt, aber wenn die neuen Bauernsleute nicht so tüchtig waren oder es wetterbedingt Ernteausfälle gab…?

Das nächste Haus, das Weberhaus, zeigt gut, was passiert, wenn man nicht so tüchtig war. Dieses Haus, welches das Leben um 1835 bzw. 1853 zeigt, war in drei Parteien aufgeteilt, alle drei Weber aus Laichingen.

Weberhaus
Der Giebel des Weberhauses. Diese Haushälte war von tüchtigeren Leuten bewohnt als die andere Hälfte.

In der einen Hälfte lebte eine Weberfamilie, die wirtschaftlich erfolgreich war. Ihnen gehörte die komplette Hälfte, inklusive Keller für den Webstuhl, und nach der Einrichtung zu schließen konnte dieser Wohlstand auch erhalten werden. Die andere Hälfte wurde von einer Witwe an deren einzigen Sohn zur Hälfte verkauft, als dieser heiratete. Richtig, die ohnehin schon kleine Haushälfte wurde nochmal geteilt, und in einem Teil lebte der Sohn mit seiner kleinen Familie, im anderen Teil die Witwe mit ihren ledigen Töchtern. Über den Sohn gibt es nicht so viel zu erzählen, er webte und starb, seine Frau gründetet in ihrem Hausviertel eine neue Familie. Aber zur Witwe bzw. ihren ledigen Töchtern gibt es Geschichten! Anscheinend haben es die vier Töchter nicht nötig gehabt, tüchtig zu arbeiten, denn einige von ihnen hatte uneheliche Kinder und alle haben sich erst verheiratet und sind aus ihrem Hausviertel ausgezogen, als ihre Mutter verstarb. Das klingt hochnäsig und spitz, aber alle Bewohner der ausgestellten Häuser haben hart gearbeitet und sich ihren Lebensunterhalt redlich verdient, nur diese Töchter nicht. Es stach so heraus aus den vielen Lebensgeschichten, die in Beuren erzählt werden.

Webstuhl
Webstuhl im sogenannten „Dunken“, einem Webkeller. Es wurde hauptsächlich Flachs und Leinen verabeitet, für die das Klima in einem Keller wohl ideal war – für die Weber eher nicht so…

Gleich gegenüber steht das Tagelöhnerhaus aus Weidenstetten. Wenn ich geschrieben habe, dass das erste Bauernhaus winzig war, dann war dieses hier mikroskopisch. Ich bin mit 1,70 m nur wenig größer als die durchschnittliche Frau und ohenhin überall angestoßen, aber in diesem Haus konnte ich mich kaum umdrehen, und dann noch die anderen Besucher!

Tageloehnerhaus_1
Der Schlafbereich des Tagelöhnerhauses. Ein eigenes Schlafzimmer gab es nicht, der Alkoven schloss sich direkt an die Stube an.

Trotzdem war das Haus irgendwie gemütlich, und diese Leute müssen tüchtig geschafft haben, es war nämlich alles vorhanden, was man zum Leben in 1957 so braucht, inklusive eines Vorratskellers. Fast jedes Haus hat einen angeschlossenen Bauerngarten, der vom Tagelöhnerhaus war besonders schön:

Bauerngarten
Bauerngarten am Tagelöhnerhaus.

Danach entdeckte ich mein persönliches Highlight: Das Fotoaltelier von Otto Hofmann aus Kircheim unter Teck! Nicht so typisch für ein Dorf, aber hochinteressant! So interessant, dass ich dem Atelier einen eigenen Beitrag widmen werde.

Fotoatelier
Das Atelier wurde in seiner Hoch-Zeit von 1900-1914 gezeigt, hat aber bis 1948 bestanden.

Deshalb schnell weiter zum nächsten Haus: das Öschelbronner Bauernschloss. Die linke Hälfte wird für Versanstaltungen und Tagungen genutzt, unten gibt es eine kleine Ausstellung zum Thema alte Getreidesorten. Die rechte Hälfte ist der museale Teil.

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Das Öschelbronner Bauernschloss. Der museale Teil befindet sich hinter dem Moststand.

Hier gibt es eine fast komplette Einrichtung von 1927 zu sehen – das Haus wurde schon 1799 gebaut und ist gut dokumentiert. Auch hier sind die Bewohner fast noch in den Räumen zu spüren. Was ich hier besonders bemerkenswert fand war eine Tafel im Stall. Ich wusste nicht, dass es innerhalb der Landbevölkerung auch eine Art Schichtaufteilung gab. An reichsten und angesehensten waren die Viehbauern, vor allem die, die Zugtiere besaßen. Dann kam die mittlere Schicht mit den kleineren Tieren und dann die Tagelöhner – und das Gesinde stand noch unter den Tagelöhnern. Ich dachte immer, letzteres wäre umgekehrt gewesen. Die Bewohner des Bauernschlosses jedenfalls gehörten, wie man sich vom Namen her denken kann, zur Oberschicht.

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Die Stube. Alles war mit Papiertapeten tapeziert und schön hell.
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Das Schlafzimmer.
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Die vollständig eingerichtete Küche. Daneben gab es noch eine Vorratskammer inklusive eingewecktem Obst und Gemüse.

Tatsächlich gibt es noch viel mehr zu sehen, als ich hier beschreibe, zum Beispiel eine Schreinerei mit angrenzendem Wohnhaus, in dem alle Möbel vom Schreiner selbst gebaut wurden. Aber ich muss ja nicht alles vorher verraten, oder? Deshalb kommt jetzt noch ein Haus, und den Rest muss man sich selbst anschauen!

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Büro im Rathaus. Das Rathaus wirkte wie eine Zeitkapsel, da es hier die meisten kleinen Alltagsdinge gab.

Das Rathaus mit Lehrerwohnung aus Häslach zeigt das Leben von 1963. Es wurde sogar ein Video mit einer ehemaligen Rathausmitarbeiterin gezeigt, die dort bis 1988 gearbeitet hatte – anscheinend hat sich zwischen 1963 und 1988 im Häslacher Rathaus nicht viel verändert! Das Haus wurde 200 Jahre lang als typisches Rathaus genutzt, es war Rathaus, Schule, Lehrerwohnhaus und Bank gleichzeitig. Das wird auch schön gezeigt. Im Obergeschoss in der Stube steht z.B. ein Schreibtisch, auf dem alle Bankgeschäfte des Dorfes abgewickelt wurden, komplett mit Kasse und Sparbüchern.

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Die Küche der Lehrerwohnung hat mich sehr an die alte Küche meiner Großeltern erinnert.

Diese Sparkasse befand sich in der Stube der Lehrerwohnung, die fast komplett eingerichtet zu besichtigen ist. Am schönsten fand ich natürlich das Kinderzimmer mit Nähecke für die Frau Lehrerin:

Rathaus_3
Man baeachte die Zeitung mit dem Titel „Kennedy erschossen!“.

Während ich in dem beheizten Rathaus war fing es an, stark zu regnen. Es hörte ab und an wieder auf, aber es machte dann keinen rechten Spaß mehr, zumal das Moschtfest in vollem Gange war – nichts gegen Kinder, aber es war teilweise recht laut. Das Moschtfest selber war übrigens sehr schön, es gab viel wissenswertes über alte Apfelsorten, Stände mit allerlei Obsterzeugnissen, Mitmachaktionen und natürlich auch Essen.

Aepfel
Bestimmte alte Apfelsorten sind allergikerfreundlich. Leider habe ich einen Apfel probiert, der wohl nicht von so einem Baum stammte und prompt hat mir der Mund gejuckt.

Des weiteren gibt es auch eine Reihe glücklicher Tiere im Freilichtmuseum Beuren, hier soll nur ein lesendes Schaf stellvertretend für Kaninchen, Hühner, Ziegen und Kühe stehen:

lesendes_schaf
In Beuren sind die Schafe besonders gebildet. Sie lesen sogar kopfüber.

Insgesamt ein toller Tag! Das Freilichtmuseum kann ich empfehlen – nur muss ich dazu sagen, dass es besser ist, gleich mit dem Auto anzureisen. Da Lisa noch arbeiten musste habe ich die Heimreise mit einem Bus, einem Bähnle, einem Regionalexpress und einem Intercity bewältigt, was mich drei Stunden gekostet hat. Abgesehen davon: top!

Was macht eigentlich eine Galerieassistentin?

Nachdem ich mein ganzes Studium der Kunstgeschichte gefragt worden bin, was man eigentlich damit macht, werde ich jetzt gefragt, was ich als Galerieassistentin so mache. (Das hört wohl nie auf…)

Also, was mache ich den ganzen Tag über?

Ich arbeite in der Modern Art Gallery. Zunächst berate ich Kundinnen, die sich einen Rahmen für ein bereits vorhandenes Bild aussuchen wollen. Ich habe über 2000 Rahmenmuster zur Verfügung, und es sei gesagt, dass ich mich ganz gut auskenne und durchaus von etwas abraten kann, was vielleicht dem Kunden supergut gefällt, aber nicht zum Bild passt oder umgekehrt. Sprich, ich stupse Leute in die richtige Richtung, bin aber auch bereit, etwas Verrücktes auszuprobieren. Es gibt so viele tolle Bilderrahmen!

Rahmen
Rahmenmuster von einer Firma names Klüber.

Hier kommt dann meine handwerkliche Ausbildung ins Spiel: Ich rahme die Bilder dann auch ein. Je nachdem wie groß das Bild ist bekomme ich entweder Rahmenstücke direkt vom Hersteller oder einen Leerrahmen, und dann handwerke ich los.

Das zweite große Thema sind die Originale, von denen die Gallery am meisten im Bereich Grafik führt. Radierungen, Serigrafien, Carborundum-Radierungen, Collagen, alles ist dabei. Malerei und Zeichnung natürlich auch, auch gibt es vereinzelt Skulpturen. Viel limtierte Sachen, und da diese preislich eher im Mittelfeld sind, macht es am meisten Spaß, die zu verkaufen.

Ansonsten bin ich auch für die Kasse, das führen den Bestellbuchs, allerlei Organisatorisches und manchmal auch für die Webseiten-Betreuung zuständig.

Und ich kann mit jeder Menge Kunst umgehen:

Regen
Ich kann leider nicht erzählen, welche Kundin es gebracht hat, Datenschutz und so.

Dieses Bild ist ein Aquarell, das eine Kundin zum einrahmen vorbeigebracht hat. Der Rahmen ist bereits ausgesucht und bestellt, und ich habe hier das Passepartout ausgeschnitten und das Bild mit speziellem, säurefreien Klebeband im Passepartout befestigt. Das Band muss säurefrei sein, damit es über die Zeit nicht das Papier des Bildes übersäuert und braune Flecken macht. Die Briefbeschwerer helfen beim Ankleben.

Manchmal bringen Kunden auch lustige Sachen, also, für mich lustig:

Karte
Historische Karte von Leipzig, vor 1990.

Also, ich lebe ja im Südwesten Deutschlands, und es ist immer schön, Zugewanderte zu treffen. Lustig für mich, das der Kunde mir eine Karte meiner eigenen Heimatstadt bringt! Auch hier ist das Passepartout schon drum.

Spezialfälle gibt es immer wieder:

Puppen1
Handgemachte Puppen, die so gerahmt werden müssen, dass zwischen ihnen und dem Glas genug Platz ist.

Dieses Platz schaffen nennt man „hochbauen“. Ich bin nicht immer begeistert vom Hochbauen, vor allem, wenn es viele Bilder hintereinander sind, da ich Ruhe brauche, um sehr exakt alles zuzuschneiden und einzukleben. Zum Glück habe ich einen tolle Kollegin! Zu zweit geht alles besser.

Puppen2
Seitlich in den Rahmen fotografiert, damit man das Hochbauen besser sieht.

Anderseits ist die Herausforderung manchmal wirklich gut, denn das Tagesgeschäft kann auch in einer Galerie manchmal langweilig sein. Meine Chefin ist total auf Zack, was den aktuellen Zeitgeschmack betrifft, und bringt oft neue Kunst mit, aber dennoch. Ein komplizierter Auftrag ist gleichzeitig toll und nervig.

Libelle
Nochmal hochgebaut. Eine echte Libelle, die letzten Sommer leider im Ladengeschäft verunglückt ist. Man kann fast alles einrahmen.

Manchmal schlagen meine eigenen Ideen mir den Boden unter den Füßen weg. Ein Stoffbild zwischen zwei Glasscheiben rahmen? Klar, machen wir!

Nur wie?

Mandala
Zweiseitiges Stoffmandala, beidseitig sichtbar gerahmt.

Am Ende wurde es eine ganz clevere Lösung, die wir drei „Guardians of the Gallery“ uns ausgedacht haben: auf der Rückseite dieses Rahmens ist ein zweiter Rahmen eingehängt, in den wiederum einen Leiste geklebt ist, die alle Aufbauten im Inneren verdeckt.

Ihr seht, fast alles ist möglich.

So, das war ein kleiner Einblick in mein Tagesgeschäft. Man kann also doch etwas aus einem Studium in Kunstgeschichte und einer Ausbildung zur Buchbinderin machen…. 😉

NACHTRAG:

Der Regentag fertig gerahmt:

Regentag

Außerdem habe ich den perfektesten Rahmen gemacht:

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Das ist eine Schattenfuge. Es kommt ein auf Keilrahmen gezogenes Leinwandbild in den Rahmen, mit 5 mm Abstand zum silbernen Rand – eben die Schattenfuge.
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Das ist leider ziemlich unscharf, mein Handy ist nicht so gut mit Makro. Erinnerung: Kamera kaufen…

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„Patchwork“-Decke

Ich habe ein Hochbett. Nun, eher eine Hochetage, die über die Hälfte meines Zimmers geht. Mit 3,10 m hohen Decken geht das. Wenn ich die Leiter Hochklettere lande ich zuerst mit den Knien auf dem harten Holz. Was macht man dagegen? Ja, eine dick gefütterte Decke drauflegen! Zum Glück hatte ich schon zum Einzug meine alte Picknickdecke zur Hand, die mit Isoliervlies gefüttert ist.

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Die alte Picknickdecke voll in Aktion, WGT 2013. Das Kleid ist auch selbst gemacht.

Nicht so ideal, oder? Also musste eine neue her!

Stoff aussuchen:

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Links das Vlies, dann der Baumwollstoff eins, dann Baumwollsstoff zwei, dann der Stoff für die Rückseite.

Gekauft habe ich alles an Material im örtlichen Nähladen. Den floralen Stoff (Stoff eins) hatte ich beriets für ein anderes Projekt in meinem Zimmer verwendet, aber es gab gerade nicht mehr genug im Laden. Deshalb ist es eine „Patchwork“-Decke. Richtig gepatcht ist es nicht, aber cremefarbener Stoff (Stoff zwei) oben und unten angestückelt.

Streifen
Rechts am Rand der angefügte Streifen, hier noch mit Nadeln gesteckt.

Das Vlies ist ca. 1 cm dick und wird einfach mit dem Oberstoff mitgefasst:

Vlies
Vlies und Oberstoff. Ich habe alle Teile mit der Overlock versäubert.

Und dann fehlt jetzt nur noch der Stoff von der Unterseite  – und ein Foto davon. Morgen, wenn es heller ist, mehr!

Nachtrag:

Hochbett
Von oben nach unten fotografiert, neue Decke in Aktion!

Hallo und herzlich willkommen! Heute ist der Tag, an dem mein Blog „Welcome to my world“ endgültig online geht. Unter Über gibt es mehr Informationen. Schaut euch um und habt Spaß – wenn es Fragen oder Anmerkungen gibt, probiert das Kontaktformular, findet meine Seite bei Facebook oder Kommentiert!

Es ist noch einiges im Aufbau, in der Projektübersicht gibt es eine Liste der Dinge (unter …mehr), die ich noch machen muss.

Wer schneller lebt ist eher fertig.

Irgendwie ist das Leben schneller als dieser Blog. Derzeit sind von den im Bereich Projektübersicht gesammelten Projekten schon zwei fertig, nämlich die Patchworkdecke und der Motten-Kissenbezug. Dazu dann später mehr.

Der Blog soll Anfang Oktober online gehen. Ich bin schon recht aufgeregt! Etwas Werbung habe ich auf facebook schon gemacht, aber bisher nur im Freundeskreis.