Was ich nicht mehr kaufe

Die Europawahl ist vorbei und in Deutschland hat die Grüne Partei an vielen Orten die meisten Stimmen bekommen. Klimawandel ist echt und beim normalen Bürger als ernstes Thema angekommen. Und Leute machen sich jetzt – fast zu spät, aber immerhin – Gedanken, wie man weniger Müll verursachen, weniger Ressourcen verbrauchen und generell besser leben kann. Ich auch. Das ist ist ganz klar ein Trend, unter dem Hashtag #sustainability findet man allerei YouTube-Videos, Blogs und Infos. Könnte schlimmere Trends geben… Ein Teil des Trends ist bewusster Konsum oder sogar Konsumverweigerung. Darum geht es jetzt hier in meinem Artikel. Was kaufe ich nicht mehr? Wo möchte ich weniger/kein Müll mehr produzieren? Welche Ressourcen kann ich sparen? Wir (meint mich und meinen Freund) haben kein Auto und wollen auch keins, wir leben in der Stadt. Ich fahre seit 2006 fast alles innerhalb Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs mit der Bahn oder manchmal mit dem Bus. Diesen Nachhaltigkeitspunkt kann ich also schon mal abhaken. Im Alltag fahre ich Rad, und nur zwischen November und März habe ich ein Monatsticket für die Straßenbahn. Das ist also auch gebongt. Was gibt es noch?

Die Liste:

  • Einweglappen – es gibt prima waschbare Vesionen in jedem Drogeriemarkt. Demnächst werden die bei mir auch mal aus organischer, fair trade-Baumwolle sein können.
  • nicht vegane, mineralölhaltige und mikroplastikhaltige Kosmetik – ich brauche meine Reste davon noch auf, habe aber schon große Teile ersetzt. Führt zu viel etikettenlesen im Drogeriemarkt, aber ich habe sogar ein Shampoo gefunden, dessen Packung aus 90% Recyclingplastik sein soll.
  • Seife – da habe ich aber einen Vorteil, weil meine Eltern Seife herstellen.
  • Plastikflaschen – mit einer Ausnahme: Notfälle wie z.B. stundenlang im ICE ohne Klimaanlage in der Sonne festhängen. Das Wasser auf dem Klos im Zug ist kein Trinkwasser und meine mitgebrachten Wasservorräte in meiner BPA-freien Flasche sind dann meist schon leer. Passiert aber nicht allzu oft.
  • Obst und Gemüse in Plastik verpackt – was soll das? Außer Salat gibt es alles lose im Biobereich in jedem generischen Supermarkt. Ich bringe ggf. meine eigenen Beutel mit.
  • Plastiktüten (außer Müllbeutel, siehe unten) – aber auch keine Baumwollbeutel. Von letzteren habe ich soooo viele….
  • Smoothies, Öl und Essig in Plastikflaschen – Glasflaschen kann man besser recyclen und sie sehen schöner aus.
  • Strohhalme – sind eh verboten und wir besitzen seit Jahren welche aus Aluminium.
  • Kaffeemaschine – brauche ich nicht, ich mahle meinen Kaffee manuell und gieße ihn entweder im Filter (Biomüll!) oder in einer Kanne auf (gar kein Müll!)
  • Drucker und damit Druckerpatronen – bis vor zwei Wochen hatte ich daheim einen Drucker. Der ist nach gerade mal zwei Jahren kaputt gegangen. Sein Vorgänger hat ähnlich lange gehalten. Abgesehen davon, das Druckerpatronen auch nachgefüllt bös teuer sind und nicht umweltfreundlich: Das reicht jetzt. Ich drucke wichtige Sachen mit Erlaubnis meiner Chefin nun auf der Arbeit. Daheim schreibe ich mit der Hand, was sich für mich schon nach zwei Wochen angenehm entspannt und achtsam anfühlt.
  • Pflanzendünger – ich habe ein Aquarium, das Abwasser kriegen die Pflanzen. Scheint super zu funktionieren.
  • Starbucks im Pappbecher, generell Coffee-To-Go – braucht kein Mensch. In einer Porzellantasse nehme ich das süße Zeug aber ab und an schon gern…
  • Rucksäcke und Taschen – ich habe ausreichend Koffer, einen davon seit 12 Jahren. Rucksäcke nähe ich mir tatsächlich selbst, Taschen habe ich zwei Stück, eine davon auch schon 10 Jahre – ich brauche eigentlich nicht mehr als ein alltägliches Transportmittel.
  • Nicht-Öko-Schuhe – Schuhe habe ich im Schnitt 8 Jahre, die Qualität muss also sowieso gut sein. Hier bin ich aber auch im Vorteil, da ich auf die meisten Klebstoffe allergisch reagiere und meist nur Schuhe tragen kann, die irgendwie „öko“ sind. Meine letzten drei Schuhkäufe waren bei der Firma Waschbär und bei einem kleinen Laden in Heidelberg. Letzeres Schuhpaar wurde im Nachbarbundesland hergestellt.
  • Nagellack – zur Zeit besitze ich einen alten Klarlack und einen roten Lack, bei dem ich mir nicht mal mehr sicher bin, ob der noch taugt. Ich arbeite handwerklich, es macht einfach keinen Sinn, mir die Nägel zu lackieren. Und umweltschädlich ist das auch noch. Kaufe ich definitv nicht mehr nach.
  • Staubswiffer mit Griff und auswechselbaren Wedel – warum habe ich das Ding überhaupt gekauft? Verursacht Müll (der Wedelteil ist nicht waschbar!) und ich besitze waschbare Staubtücher…

Was ich mir fest vornehme nicht mehr zu kaufen

  • Fast Fashion – also C&A, H&M und Co. Eigentlich alles im großen Einkaufszentrum. Primark habe ich eh schon immer gehasst. Natürlich werfe ich meine Klamotten nun nicht einfach weg, die müssen schon noch ihre 4-10 Jahre von mir getragen werden, aber in Zukunft achte ich darauf, was ich kaufe. Ich habe schon sehr schöne Shops auf Etsy entdeckt, z.B. diesen oder diesen. Oder ich kaufe einfach gar nichts und mache mir Kleidung selbst. Kann ich ja, und ich habe auch schon einiges selbstgenähtes alltagstaugliches im Schrank.
  • Flugtickets – meine letzten beiden Flugreisen dauerten inkl. Flughafenaufenthalt 12 bzw. 8 Stunden. Braucht kein Mensch und ist eine der großen Umweltsünden – Zug fahren geht auch innerhalb Europas. Und ich fliege ja eh nicht gern. Sollte einfach sein, das durchzuhalten.
  • Fernseher – wir besitzen einen, der auch noch ausgerechnet im Schlafzimmer steht. Ein Erbstück, aber wenn der mal kaputt geht wird er nicht nachgekauft. Unnötiges Teil, und wir haben einen Beamer im Wohnzimmer….
  • Hinstellerchen – damit meine ich allgemeine Dekoartikel. Stauben ein und müssen ja auch irgendwo hergestellt worden sein.

Was ich noch ersetzen will

  • Monatsbinden – mit den Cups kann ich einfach nicht, allerdings bekomme ich meine Tage auch nur ca. 4x Jahr, da ich die Pille nehme. Aber da gibt’s bestimmt umweltfreundlichere Varianten für die leichten Tage…
  • Abschminkpads – das Zeug verursacht echt viel Müll und gebleicht ist es auch noch. Ich meine aber schon Ersatz gefunden zu haben, die probiere ich mal aus: waschbare Abschminkpads*.
  • Staubsauger – speziell einen, der ohne Beutel auskommt. (Den aktuellen, voll funktionsfähigen Staubsauger werfe ich dann nicht einfach weg, den spende ich dem Sozialkaufhaus.)

Was wir selten kaufen, und wenn, dann die recycelte Variante

  • Klopapier – wir sind nur zwei und arbeiten beide Vollzeit, ergo sind wir wenig zu Hause und verbrauchen damit nicht so viel Klopapier
  • Küchentuch – fürs trockenwischen/aufwischen nehmen wir tatsächlich vorhandene Handtücher und Lappen. Eine Rolle Küchentuch hält bei uns tatsächlich lange.

Für was ich noch keine Lösung gefunden habe

  • bestimmte Putzmittel – unser altes Hochspülerklo kann ich mir einfach nicht ohne Kloreiniger vorstellen. Das Ding wird sogar damit nicht richtig sauber…. Bäh-bäh.
  • Waschmittel – ich habe meine Sachen so lange, die müffeln irgendwann auch mit industriellem Waschmittel. Bis ich nicht was ausreichend duftendes gefunden habe bleibt’s dabei… Ob die Sachen von dm wirklich so umweltfreundlich sind, wie sie laut Etikett behaupten? Auf jeden Fall wäre das momentan der einzige Ersatz für mich.
  • Taschentücher – als manchmal allergiegeplagte Person kann ich mir Stofftaschentücher einfach nicht vorstellen. Können Taschentücher nicht Biomülltauglich sein??? Das wäre super.
  • Mülltüten außer Biomüll und Papier/Pappe – das sind alles Plastiktüten. Was hygienisches, siffdichtes müsste es geben… (Biomüll kommt in Papiertüten und Papier/Pappe kann ich in meiner Stadt einmal im Monat zur Sammlung rausstellen.)
  • Wimperntusche wasserfest und dazugehörige Abschminke – ich habe keine Idee. Nur dass Naturkosmetik mir noch nicht genug taugt weiß ich.

Was ich nicht ersetzen will

  • freiverkäufliche Medikamente wie Kopfschmerztabletten – Science is a thing. Und so eine Packung hält bei mir eine Weile.
  • Verpackung für Essen wie Käse, Toast, Sahne, Joghurt etc., alles was sifft und krümelt – wie haben das die Leute um 1900, vor dem Plastikzeitalter, mit laufigem Camembert gemacht???
  • Möbel – ich hätte ja echt gern weniger vom großen blauen Möbelhaus gekauft, aber das ist finanziell einfach nicht drin. Wenigstens das Bett – nicht Ikea – ist in Deutschland gefertigt. Was wir jetzt an Möbeln haben muss ausreichend lange halten, wenn es schon „fast furniture“ (siehe fast fashion) ist. Und Ikea verpackt wirklich gut, so viel wie nötig und so wenig wie möglich – das war fast alles Pappe für die monatliche Sammlung.

Dinge, die mir sowieso leicht fallen

  • nur ein, maximal zweimal die Woche Fleisch essen – ich esse sowieso kein Schwein, und Wurst esse ich nur ganz selten. Keine große Sache also.

Das Ziel ist, man ahnt es, wenig Müll (low waste). Kein Müll (zero waste) wäre das große Überziel, aber das liegt noch in weiter Ferne. Schritt für Schritt. Und wem es aufgefallen ist, dass da sehr oft „ich“ steht: dieser Artikel soll kein „man sollte das so machen“ sein. Ich mache die Dinge so, es ist ein Erfahrungsbericht, mehr nicht. Und für die Links im Text werde ich übrigens nicht bezahlt, das sind alles Sachen, die ich gut oder eben nicht gut finde.

Meine Ressourcen zum Thema sind:

Youheum: Webseite Youtube Instagram

Smarticular: Webseite

The Minimalists: Webseite

Exile Lifestyle: Webseite

Christoph Schulz: Plastikfrei für Einsteiger, München 2019.

Fumio Sasaki: Das kann doch weg!, München 2018.

Frank Trentmann: Herrschaft der Dinge, München 2017.

Cary Telander Fortini und Kyle Louise Quilici: Simplify your home, München 2018.

Das mit den vielen Verlagen in München ist entweder Zufall, oder ich kaufe gern Bücher von ein und derselben Verlagsgruppe. 😀

*Nachtrag zu den waschbaren Abschminkpads: Ich hab sie jetzt ausprobiert, und: die sind sowas von gut! Kamen in zwei kleinen Pappboxen, also prima recyclebar. Die sind größer als herkömmliche Baumwollbads, was ich super finde. Ein bisschen rau, aber das macht mir gerade nichts aus, denn so fühlt sich mein Gesicht sauberer an. Ich wasch die Pads kurz ab nach dem Benutzen, das macht die schon recht sauber, in der Waschmaschine passiert dann der Rest. Sehr zu empfehlen!

Warum ich auf dem WGT so gern Kostüme trage

Ich gehe seit 17 Jahren auf das Wave-Gotik-Treffen. Ich fühle mich schon lange der Schwarzen Szene zugehörig, denn da passe ich am ehesten hin. Deshalb folgen ab jetzt meine 1000 Wörter zur ewigen Diskussuion über die sogenannte „Kostümfraktion“. Mitgothics werden genau wissen, was ich meine, aber für alle Außenstehenden: Innerhalb der Schwarzen Szene gibt es schon seit Jahren ein Diskussion über verschiedene Kleidungsstile, besonders angefeindet werden dabei die Cyber-Gruftis und die Kostüm-Interessierten. Über erstere kann ich gar nichts sagen, da ich mich mich weder so kleide noch die passende Musik mag. Aber, oh boy, zur Kostümfraktion habe ich eine Menge zu sagen! Das soll kein Verteidungspost werden, sonders es wird ein biografisch basierter Eintrag werden, der zur Diskussion mehr Einsicht und Erkenntnis beitragen soll.

Anfangen möchte ich mit der Musik. Wie oben erwähnt hören Szenemitglieder oft, aber nicht immer, gern passende Musik zu ihrer Kleidung. Grob vereinfacht im Fall vom Beispiel Cybergoth eben elektronische Musik, die sich für mich nach utz-utz-utz anhört, die Kostümfraktion gern Musik, die ich am bestend mit „wallend“ beschreiben kann. Ein kurzes, grob vereinfachtes Beispiel zeigt: Es gibt da einen Zusammenhang zwischen Kleidung und Musik. Es folgt, wie so oft in der Schwarzen Szene, ein ABER: Das trifft nicht immer zu. Es gibt auch Leute, die sich jeden Tag des Festivals einer anderen Richtung entsprechend kleiden. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus ist der typische WGT-Besucher aber entweder/oder, bleibt also seinem Stil über die Festivaltage treu.

Was für ein Festival eigentlich? Das Wave-Gotik-Treffen, kurz WGT, findet seit 28 Jahren jedes Jahr zu Pfingsten in Leipzig statt und ist einer der großen Szene-Treffpunkte. Die ganze Stadt wird etwas dunkler, da die Veranstaltungsorte über ganz Leipzig verteilt sind. 20000 Besucher jedes Jahr, und die Bevölkerung kommt gut damit zu Recht. Haben sich wohl dran gewöhnt, die Guten. Man findet sich hier und insgesamt als Szene

[…] aufgrund ähnlich lautender Motive zusammen. Die düster-morbide Ästhetik steht dabei nicht alleine im Vordergrund. Vielmehr ist es das Wissen, in der Szene Gleichgesinnte für den Ausdruck der eigenen Gedanken und Gefühle in Bezug auf das Leben an sich und das Dasein in dieser Gesellschaft zu finden, […].

Kisten Wallraff: Die Gothics Teil 2. Weiss wie Schnee, Rot wie Blut und Schwarz wie Ebenholz, Hrsg. vom Archiv der Jugendkulturen, Berlin 2001.

Und das habe ich aus einem Buch, das auch schon 18 Jahre alt ist und welches an der selben Textestelle darauf verweist, das sich daran seit 20 Jahren nicht viel geändert habe. Und dem stimme ich zu. Ich war 2002 das erste Mal mit Eintrittskarte auf dem WGT, und es hat sich nach ankommen angefühlt. „Diese Leute sind so wie ich!“, dachte sich mein 15jähriges Ich.

WGT 2006, noch in gekauften Sachen und mit den typischen Stahlkappenschuhen zum Mittelalter-Inspirierten Kleid

Von Anfang an spielte Kleidung eine große Rolle. Und damit meine ich mich und die Szene. Woher kommen sonst die ganzen Bilder von Gruftis, die schon im Jahr 1995 Reifröcke trugen? Sich selbst über Kleidung auszudrücken ist so typisch Jugendkultur, hier eben in der düsteren Spielrichtung. Ich habe mich zuerst nur für das Mittelalter interessiert, habe alles gelesen, was über das Leben im Mittelalter finden konnte, und Musik ohne Dudelsäcke fand ich ganz blöd. Noch habe ich meine Kleidung von meinen Eltern gekauft bekommen. Mit der Zeit erweiterte sich mein Musikgeschmack, und das Vorbild anderer Festival- und Clubbesucher brachte mein Interesse an aufwändigeren Kostüme voran. Seit einigen Jahren, und auch bedingt durch das Studium der Kunstgeschichte, gilt mein Interesse der historischen Kleidung von Rokoko bis edwardianisch (englisch)/wilhelminisch(deutsch). Gern mit einem düsteren Twist, aber meist in Farbe und Form korrekt (wen auch noch nicht historisch korrekt von Hand genäht).

In meiner Schulzeit, meiner Ausbildungszeit und am Anfang meines Studiums habe ich noch keine Kompromisse gemacht. Da gehöre ich hin, so kleide ich mich 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Bodenlange Röcke und Korsetts im Hörsaal? Check. Aber damit fährt es sich schlecht Rad, und potentielle Arbeitgeber finden das auch nicht so klasse, nicht mal im Kulturbetrieb. Also stimmte ich mein Gruftitum im Arbeitsleben von vornherein etwas herunter und bin damit auch noch nie wirklich angeeckt. Meine Lieblingskritik an der Kostümfraktion ist ja immer „Tragen die das auch im Alltag?!? Wen nein, gilt es nicht!“ Wie ich das hasse. Als ob der sonstige Gote immer die Möglichkeite hat, sich die Haare für seinen Job hochzustellen. So sehr kann ich meine Augen gar nicht verdrehen. Ist man nicht selbstständig im Kreativbereich kann man das Argument vergessen. Ich glaube nicht, das ich übertreibe, wenn ich sage, dass die meisten Gothics ihre Arbeitskleidung anpassen müssen. Ich habe derweil kein Problem mehr mit „corporate goth“. Schwarz als Grundfarbe geht immer, und Radfahren kann ich in Hosen auch prima. Daheim kann ich mich dann immer noch in meine Pluderhosen werfen.

WGT 2007, das Interesse an Kostümen steigt. Die Maske habe ich mir aus dem Venedig-Urlaub mitgebracht, genau wie den Schirm.

2007 ist dann etwas passiert: nach einem Urlaub in Venedig, von dem ich mir viele Accessoiries mitgebracht habe (sowas gabs damals nicht einfach so im örtlichen Gothicshop!), bekam ich plötzlich durch meine Kleidung auf dem WGT Aufmerksamkeit. Vor 2007 ging es darum, möglichst viele Konzerte zu besuchen, danach kam das sehen-und-gesehen-werden dazu. Noch ganz harmlos, bisschen Aufmerksamkeit von der Presse ist ja nett.

ARCHIV – Zwei Anhänger der Wave-Gotik-Szene, aufgenommen am 31.05.2009 beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig. Am kommenden Pfingstwochenende wird Leipzig wieder zum Mekka der Gothic-Szene. Rund 20 000 Anhänger der düsteren Musik werden zum 19. Wave-Gotik-Treffen (WGT) erwartet, das das weltgrößte seiner Art sein soll. Foto: Peter Endig dpa/lsn (zu dpa 0104 vom 20.05.2010) +++(c) dpa – Bildfunk+++

2009 dann das dpa-Foto – oben mit dazugehörigem Text. Ich bin ganz froh, das ich und mein Begleiter da maskiert sind, das Bild war ÜBERALL. Ich war angefixt. Da hatten wir beide noch wenig genug Gepäck, um die Reise zum Festival mit der Deutschen Bahn anzutreten, das sollte sich aber schnell ändern.

WGT 2010, mein erstes selbgemachtes Kleid. Hier habe ich herausgefunden, dass ich nähen kann.

Was ich tragen wollte gab es so nicht zu kaufen. Also habe ich mir die Nähmaschine meiner Mutter ausgeliehen und einfach angefangen. Der Stoff stammt aus dem Karstadt, die Dekoration aus dem örtlichen Stoffladen, die Glitzersteinchen hat Mama organisiert. Es gab noch keinen Internetversand für Material speziell für den gotischen Handwerker, geschweige denn Schnittmuster. Das ist eigentlich am Anfang mal typisch für die Szene gewesen: Wollte man etwas, hat man es selbst gemacht. Große Versandhäuser für Gothicmode wie XtraX sprangen zwar auf den Zug auf, aber der Konsens des Selbstmachens blieb – vor allem, wenn man individuell sein wollte.

WGT 2011. Alles außer der antiken Halskette ich selbst gemacht, auch das Korsett. In dem Jahr habe ich 57 Fotos von mir&meinen Freunden vom WGT im Internet gefunden. Dieses Foto ist von Thomas Bunge.

Leider muss ich zugeben, das 2011 für mich die Waage gekippt ist. Jetzt ging es nur noch ums Aussehen. Ich habe jeden Tag ein anderes Kleid getragen, das ich das Jahr über selbst gemacht hatte (wegen der Individualität und so). Mit Nebenjob und Studium ging das auch. Der „Erfolg“ zeigt sich schnell, 57 Fotos in fünf Tagen! So hübsch! So toll! So erfolgreich! Schluss mit der Ironie: mir ging es da nicht immer gut. In dem Outfit oben wäre ich auf dem Mittelaltermarkt beinah ohnmächtig geworden, denn ich musste ja die schlankste Taille haben. So ein Blödsinn.

WGT 2012, das Jahr mit 25 Fotos im Internet, eins davon hat es sogar auf die WGT-Webseite geschafft. Ab jetzt schwenke ich um zur historischen Kleidung, hier eine „Chemise á la reine“, 18. Jahrhundert.

2012 hat sich die Kostümfraktion bei mir richtig herausgebildet. Wir reisen mit einem gemieteten BMW an, der bis an die Oberkante mit Kleidung und Zubehör gefüllt ist. Warum, weiß ich nicht. Spaß hats nicht unbedingt gemacht. Das fertig machen dauerte gefühlt länger als der Festivaltag, und die ganzen schönen Kleider zu beaufsichtigen ist anstregend. Ich treffe mich ausschließlich mit Leuten, die auch gern Kostüme tragen.

WGT 2013, alles selbst gemacht, auch der Kopfschmuck.

2013 ist mir dann wieder eingefallen, warum ich eigentlich zum WGT gehe. Ich trage immernoch jeden Tag ein anderes Kleid, aber die Aufmerksamkeit der Leute mit Fotoapparat ist mir nicht mehr ganz so wichtig. Ich trage, was bequem ist, was ich selbst gemacht habe und herzeigen will. Ich treffe mich mit allerlei Leuten, was so weit geht, das ich mit einer Gruppe Stammkunden aus dem Club auf den Stamm-DJ des Clubs treffe. Warum gehen wir alle nochmal zum WGT? Zum Treffen, genau.

WGT 2014, jetzt trage ich nur noch komplett selbst gemachtes nach historischem Vorbild. An dem WGT war es auch unglaublich heiß.

Es wurde wieder besser mit mir und dem WGT. Ich nähe immmer noch das Jahr über Kleidung nach historischem Vorbild für mich, aber Bachelorarbeit und dann der Master und nun zwei Nebenjobs rücken andere Dinge in meinen Fokus. Ich habe einen Heidenspaß, fast alle Tage weiß zu tragen – die Trendfarbe des 18. Jahrhunderts, nicht unbedingt die Trendfarbe des WGT. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, eine Haltung, die ich seither beibehalten habe. Ich trage, was wettergerecht und schön für mich ist. Endlich habe ich Zeit für das umfangreiche kulturelle Programm des WGT. Ich hatte mir jedes Jahr aufs Neue vorgenommen, mal ein Museum im Rahmen des WGT zu besuchen, und ab jetzt klappt das auch.

WGT 2015, in einem edwardianischen Ensemble.

Mit Kleidung wie dieser macht das WGT 2015 Spaß. In diesem Jahr lasse ich erstmals das „Viktorianische“ Picknick am Freitag weg. Ursprünglich als kleine, private Veranstaltung für Bekannte aus der Kostümfraktion von Viona Ielegems geplant, hat sich dieses über die Jahre zur öffentlichen Massenveranstaltung entwickelt. Man braucht kein Bändchen dafür, was Ein-Tages-Gruftis (also Leute, die sich für den einen Tag mal gruftig anziehen), Gaffer und Fotografen en Masse anzieht. Hier gilt auschließlich sehen und gesehen werden. Was auch mal zum Treffen und Inspiration sammeln gedacht war ist nur noch unangenehm. Ich versuche das Picknick seither zu meiden, aber das klappt nicht immer. Letztes Jahr (2018) stand ich mit gepackten Picknickkorb bereit, als ein privates Picknick abgesagt wurde, und dann war ich doch da. War doof.

WGT 2016, wieder in weiß, eine Art Robe á la anglaise diesmal.

2016 war sowas von kalt. Aber ich hatte meine Outfits entsprechend vorgeplant. Leider weiß ich bei den meisten WGT gar nicht mehr, was für Bands ich gesehen habe. Nach 17 WGT schwimmen die Konzerte langsam ineinander. Höhepunkte waren über die Jahre Schandmaul, ASP (als die noch auf dem WGT gespielt haben), Otto Dix, In the Nursery, Sangre de Muerdago, Irfan, Kaunan, Eivoer und Mila Mar.

WGT 2018. Man sehe und staune: ich trage ein Kleid zum zweiten Mal!

2017 und 2018 war ich mit einer großen Gruppe Leute da, die ich von zu Hause mitgebracht habe. War auch lustig, reicht aber erst mal, denn so eine große Gruppe ist nicht nur spaßig, sondern auch anstrengend.

Mitterweile bin ich deutlich gelassener geworden (okay, das kann auch mit dem Altern zusammen hängen). So faszinierend wie die ersten paar Male wird das WGT leider nie mehr sein, und als alter Hase überrascht einen kaum mehr was. Ich hoffe, dieser kleine Ritt durch das Festivalleben hat ein paar Punkte unterstreichen können: ich habe das Kostümtragen wegen der Aufmerksamkeit schnell wieder verworfen, ich trage Kostüme, weil selbst nähen mein Hobby ist, und ich finde mich schön in solchen Kostümen. Und manche meiner Freunde tragen auch gern Kostüme. Die treffe ich dann da auf dem Wave-Gotik-Treffen. Und dann reden wir über Stoffquellen, Schnittmusterquellen und den allgemeinen Zustand der Welt. Ich kleide mich im Alltag heute komplett anders, finde aber, ich muss auch niemandem mehr etwas beweisen.

Und zum Schluss: Ich gehe so in den Club. Immer. Das gehört für mich dann doch dazu. Wenns schon im Alltag nicht klappt.

Ich und die KonMari-Methode

Nachdem ich Teile der Netflix-Show mehrfach geschaut habe und Marie Kondos „Das große magic cleaning Buch“ zweimal gelesen habe möchte ich nun doch meine fünf Gedanken dazu aufschreiben. Ich bin ja gerade umgezogen und wollte diesmal gleich alles richtig einräumen und sauber haben. Das hat nur bedingt geklappt, es ist jetzt Monat vier und es stehen immernoch Kartons rum, weil wir einfach nicht so viel Geld für Möbel auf einmal ausgeben können. Aber: es sind nur noch vier Kartons und nur einer davon gehört mir!

Hier zur Illustration ein Foto von meinem Kleiderschrank. Man kann gut die vielen Kisten sehen, die die meine Kleidung stehend einsortiert ist. Oben links eine Ecke für Erinnerungsstücke: meine Plüschtiere.

Ich bin seit meinem Auszug bei meinen Eltern ein eher ordentlicher Mensch, wobei sich der Grad der Ordnung mit den Jahren eher verstärkt hat. Zwischendrin hatte ich sogar mal einen Putztick, aber immer alles perfekt und sauber macht auch nicht glücklich. Im Moment peile ich vor allem die leichte Auffindbarkeit von Dingen an und sortiere Dinge eines Themas zusammen. Sprich, Bücher zu Büchern, Nähzeug zu Nähzeug, Bastelzeug zu Bastelzeug und so weiter. Da kam die Netflix-Serie gerade zur richtigen Zeit für mich. Im Januar war ich auch noch ständig krank, und mehr als rumliegen und etwas schauen habe ich nicht hin bekommen. Also: Ich habe die ganze Staffel auf einmal geschaut. Und es ist einiges hängen geblieben!

Aus Kategorie eins, Kleidung, ist folgendes bei mir hängen geblieben: Die Kleider-Faltmethoden von Kondo-Sensei sind großartig! Mein Kleiderschrank sieht jetzt so viel besser aus, und heute morgen habe ich einfach in eine kleine Kiste gegriffen und hatte sofort die richtigen Socken in der Hand. Kleidung hatte ich vor dem Umzug schon heftig aussortiert, weswegen ich diesen Schritt in der neuen Wohnung überspringen konnte.

Bücher, Kategorie zwei, waren dann schon härter. Ich wollte, das alle meine Bücher in ein bestimmtes Kallax-Regal von Ikea passen, und dafür musste ich heftig Bücher loswerden. Zum Glück gibt es in Karlsruhe viele Bücherschränke, in welche ich Bücher einfach einstellen kann, und auch einen Bücher-Secondhandladen. Meine Bücher waren in der alten Wohnung im Flur, auf meinem Hochbett und in einem Regal verstaut. Also an drei Orten. Das wollte ich vermeiden, zumal ich oft ein bestimmtes Buch suchen musste. Jetzt passen alle meine Bücher in ein Regal, sind weitestgehend nach Thema sortiert und stehen bisher auch nur vereinzelt in zwei Reihen. Ich habe sogar noch Platz für weitere Anschaffungen! Allerdings möchte ich das Regal weiterhin so locker befüllt haben, das heißt, für jeden neuen Roman muss ein alter gehen. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte…

Papiere, Kondo-Senseis Kategorie drei, habe ich leider erst nach dem Umzug richtig in Agriff genommen. Und hier konnte ich auch das meiste wegtun. Ich habe viele Briefe meines verstorbenen Opas aufgehoben, aber die meisten Zeitschriften ins Recycling gegeben. Die wenigen, die ich behalten wollte, habe ich zusammen ins Bücherregal gestellt (und ich ertappe mich jetzt dabei, wie ich sie immer mal wieder lese). Alles an Uni-Unterlagen bis auf meine beiden Lieblings-Seminare habe ich weggetan. Ich habe vor 10 Jahren angefangen zu studieren und schon während des Studiums nicht mehr in die Papiere des vorangegangenen Semesters geschaut, warum also aufheben? Da hat Kondo-Sensei absolut recht: Kann allles weg. Papiere, die wichtig sind, sind in ihren entsprechenden Ordner, und die neue Wohnung hat ihren eigenen Order, der ausnahmsweise in der Küche steht, damit mein Freund und ich beide leicht Zugriff darauf haben.

Komono, Kategorie vier, also „Verschiedenes“, hat vor allem in der Küche extrem Spaß gemacht. Da habe ich mit meinem Freund zusammen immer mal wieder umsortiert, und jetzt liegen Metalldinge bei Metall, Plastesachen sind alle zusammen in einem Schubfach, Backzeug unterm ofen…. Außerdem war der Tipp, alles IN die Schränke zu stellen, Gold wert. Ich habe immer eine freie Arbeitsplatte. Ich nehme sehr gern Dinge aus dem Schrank, wenn ich sie brauche, und stelle sie nach Benutzung wieder zurück. Das ist, wie Kondo-Sensei auch schreibt, gar keine große Sache. Allerdings bin ich in drei Punkten von der Methode abgewichen: Schwämme und Lappen kommen mir ganz sicher nicht IN den Schrank. Das Zeug trocknet einfach nie richtig. Außerdem habe ich an der Spüle eine praktische kleine Vertiefung mit Abfluss genau dafür. Toaster, Wasserkocher und Wasserfilter benutze ich mehrfach täglich und die stehen auf einem komischen Stück Arbeitsplatte am Fenster wirklich sehr gut und nicht im Weg, deswegen dürfen die drei draußen wohnen. Und ich pule sicher keine Etiketten von Putzmittel ab. Nachdem ich einen Unfall mit meinem Feinsteinzeug-Boden hatte möchte ich die Zusammensetzung eines Putzmittels unbedingt sofort nachgucken können.

Erinnerungsstücke, Kategorie fünf, haben mir noch nie viele Probleme beim Aussortieren verursacht. Aber Kuscheltiere, oh je. Da habe ich alte Erinnungsstücke aus einer 16 Jahre zurückliegenden Beziehung mehrfach mit mir umgezogen. Dank der KonMari-Methode habe ich endlich einiges an Kuscheltieren entsorgen können! Ich habe meine schönste Papiertüte hergerichtet, habe mich von jedem Tier einzeln verabschiedet, habe alle Kuscheltiere mit einem schönen Stoffrest zugedeckt, damit ich beim Entsorgen dann nicht noch einknicke, weil sie mich „so anschauen“ und dann ging das Verabschieden ganz leicht. Im Kleiderschrank habe ich jetzt auf dem oberen Brett einen Bereich für meine Lieblings-Plüschtiere. Die Idee, seinen Kleiderschrank auch für Erinnerungsstücke zu nutzen, habe ich auch von Marie Kondo.

Insgesamt ist die neue Wohnung luftig und leicht. Wir haben nun auch fast alle Möbel, und alles ist einfach zu finden. Freie Flächen überall. Wie sich das eigentliche Putzen letzendlich gestaltet muss ich noch sehen, aber Staubsaugen geht ganz gut, weil kaum was auf dem Boden rumsteht. Vieles kann ich auch einfach auf seinen Filznoppen nach vorn ziehen und dahinter fix saugen. Küche putzen muss ich nur noch ab und an, da ich Fettspritzer und Wasserflecken nach Kondo-Seinseis Rat gleich wegwische.

Das Buch finde ich persönlich hilfreicher als die Netflix-Serie. Meine liebste Folge ist tatächlich genau die, die Marie Kondo laut ihrer Webseite am liebsten mag: Jene, in der Marie Kondo einem amerikanisch-japanischen Ehepaar hilft, sein Haus für die „goldenen Jahre“ herzurichten. Diese beiden haben so schöne Sachen, die einfach nicht zur Geltung kamen, bis sie Kondo-Sensei (und Netflix) um Hilfe gebeten haben. Das hat mich angespornt, meine Erinnerungsstücke besser zur Geltung kommen zu lassen. Und eine Freundin hat mal zu mir gesagt: „Du hast so schöne Sachen“ und da hat sie Recht. Meine schönen Sachen sollen sichtbar sein – und ich brauche eigentlich keine weiteren schönen Sachen mehr. Ich habe ein bisschen was an Kleidung ausgetauscht, aber ich brauche definitv sonst nichts. Ich habe alles.

Ein kleiner letzter Absatz noch zur KonMari-Netflix-Serie: Der Vorwurf, dass Marie Kondo ein antiquirtes Frauenbild vermittelt, sprich, das die Frau den Haushalt schmeißt, erübrigt sich spätestens in der Folge, in der sie der GANZEN Familie Aufräumtricks beibringt und sich nach und nach jeder einen Bereich aussucht, für den er oder sie zuständig ist. Es geht darum, zusammen ein schönes Zuhause zu haben. Nicht mehr und nicht weniger.


Das Jahr des (inneren) Schwein(ehunde)s*

2019 scheint bei mir das Jahr der Veränderung zu werden. Auslöser dafür ist hauptsächlich, das ich mit meiner Jobumgebung so sehr unzufrieden bin. Ich kämpfe zusätzlich immer mal wieder mit persönlichen Problemen, wieder jeder andere auch, nur schaffe ich es oft nicht, den genauen Grund für meine Unausgeglichenheit zu finden.

Versteht mich nicht falsch, ich mag den Inhalt meiner Arbeit in der Kunstgalerie sehr, ich kann nur einfach nicht damit, wie er organisiert ist. Ich hätte nie gedacht, dass mir sowas mal so wichtig sein kann, aber ich brauche ein geregeltes Maß an Arbeit, um zurecht zu kommen. (Randbemerkung: ein paar Sachen konnte ich selbst organisieren, aber vieles wird von oben geblockt. Es ist nicht so, als hätte ich 2018 nicht versucht, mein Arbeitsumfeld zu verändern.)

Das letzte Jahr über habe ich schon gemerkt, das der Wurm drin ist, aber hauptsächlich darüber gejammert – noch wusste ich genau, was eigentlich das Problem ist. Das führt bei mir zu übermäßigem Jammern. Jetzt weiß ich, was ich tun kann, um das Problem zu beheben, und das jammern wird weniger. Insgesamt ist der große Überplan also, einen anderen Job zu finden. Am besten etwas, das weiterhin mit Schlösser und Gärten zusammenpasst.

Bei Schlösser und Gärten hatte ich umzugsbedingt und wegen des Weihnachtsgeschäfts drei Monate Pause einlegen müssen. In den drei Monaten hat sich das Gerücht bestätigt, dass das Schloss Mannheim ab März 2019 wegen Renovierungsarbeiten bis 2020 geschlossen bleiben wird. Das hat mich zunächst geärgert, da ich den Kurs, von dem ich hier ja schon berichtet hatte, anders angegangen wäre, hätte ich das gewusst. Dann wurde mir jedoch eine Ersatzposition im Schloss Schwetzingen ab April angeboten, die mit meinem Schneiderhobby zusammengeht, weshalb sich das Problem schnell gelöst hat.

Auf sportlicher Seite steht ein Auftritt mit der Tibal-Fusion-Tanzklasse an, und ich weiß jetzt schon, das ich bei dem angekündigten zweiten Auftritt nicht dabei sein werde. Ich tanze seit drei Jahren sehr gern und gehe regelmäßig ins Training, aber ich wollte nie Auftritte haben und jetzt weiß ich auch wieder warum: ich möchte die Zeit für Auftritte einfach nicht aufwenden. Es gilt ein Kostüm für mich passend zu den anderen Tänzerinnen zu machen, es gibt Extraproben und der Auftritt selbst kostet mich wohl ein ganzes Wochenende – ich leide nicht sehr unter Lampenfieber, aber allein der mit Menschen gefüllte Raum und die Aufregung der anderen, die ich spüren kann, wird mich auslaugen. (Ich kenne die Rocking Away the Cold-Hafla als Besucher.) Der Auftritt wird Klasse werden, wir alle stecken da so viel Arbeit rein, aber für mich reicht das erst mal.

Längerfristig steht ein Rechtsstreit mit unserem ehemaligem Vermieter aus, den ich schon seit Dezember versuche weit von mir zu schieben – ich möchte mit der ganzen Sache eigentlich nichts mehr zu tun haben, auch wenn wir warscheinlich im Recht sind. Es laugt mich aus, immer wieder darüber zu sprechen, zu texten und Temine zu haben. Ich möchte nur noch, das die Sache vorbei ist, egal mit welchem Ausgang. (Leider weiß ich, dass wir in absehbarer Zeit keine Ruhe davor haben werden, denn es steht noch eine Abrechnung aus.) Hier arbeite ich an mir, mich da eher wie mein Freund zu verhalten, der das Ganze wenig an sich ran lässt (und sich zugegeben auch sehr viel weniger darum kümmert als die beiden Mädchen aus unserer alten WG). Ich sehe hier aber auch eine große Chance für mich, vielleicht wird mir so die Angst genommen, immer alles hinzunehmen, auch wenn man im Recht ist, nur aus Angst, die Wohnung gekündigt zu bekommen.

Ich habe in den vergangenen Jahren viele Hürden überwinden müssen, vieles davon hätte ich mir vor, sagen wir, 10 Jahren, gar nicht vostellen können. Ich werde besser darin, diese Hürden leichter zu nehmen (und Hürden, dich nicht überspringen kann, einfach sein zu lassen und nicht ständig darüber zu grübeln). Das möchte ich in 2019 weiter führen. Ich habe dieses schon geschafft, da schaffe ich das hier auch noch.

Ganz großes Thema jetzt gerade ist die Wohnung und vor allem putzen und aufräumen. In einer WG mit vier anderen Menschen konnte ich vieles auf andere abwälzen bzw. vieles war durch andere verursacht, das ist in meiner eigenen Wohnung nun nicht mehr der Fall. Mein Freund ist ebenfalls ein ordentlicher Mensch, und zusammen arbeiten wir Schritt für Schritt an der neuen Wohnungseinrichtung. Das wird uns eventuell das ganze Jahr begleiten. Im Moment habe ich Marie Kondo und ihre Methoden für mich entdeckt. Ich gehöre zum Glück nicht zu den Menschen, die die These, durch aufräumen werde mein Leben besser, für das neue Mantra halten, aber ich nehme dennnoch Sortier- und Falttipps sowie eine gewisse Achtsamkeit für meine Dinge mit. Gestern hat jemand zu mir gesagt: „Du hast so viele schöne Dinge.“ und ich habe zugestimmt. Ziel in der neuen Wohnung ist, die Dinge besser zur Geltung kommen zu lassen und mehr zu benutzen. Und vor allem: weniger Neues zu kaufen.

Konsum und Müll ist in meinem Umfeld vor allem in der WG ein großes Thema. Einer meiner Mitbewohner hat vollkommen Recht, wenn er den großen Anteil an der globalen Erwärmung und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten den großen Kooperationen/Firmen zuschreibt. Schuld sind zu großen Teilen deren unsachgemäßer Umgang mit Ressourcen, diebische Geschäftspraktiken und schlicht kriminelle Energie. Mir fallen da auf Anhieb der Dieselskandal, der Glyphosatfall und die durch wirtschaftliche, politische und nicht zuletzt eben durch die globale Erwärmung ausgelöste „Flüchtlingskrise“ ein. Dennoch denke ich, dass auch weiterhin jeder Einzelne seinen Teil tun kann. Bei mir bezieht sich das vor allem auf mein Konsumverhalten: ich versuche schon seit letztem Jahr, nur Sachen zu kaufen, die ich wirklich gut finde (Marie Kondo nennt das „spark of joy“) und von denen ich glaube, dass ich sie brauche und sehr lange benutzen werde. Mein Freund verfolgt diesen Gedanken schon länger, was zur Folge hat, das wir viele teure Sachen haben – davon aber immer nur schönes und ein einziges. Der nächste Schritt wäre nun, sich mehr auf Fair Trade und die Herkunftt der Dinge zu konzentrieren. Wir arbeiten da dran, ich kaufe meine Schuhe nun „made in Germany“, unser Bett ist aus europäischem Holz und ebenfalls in Deutschland hergestellt, sehr viele unserer Küchendinge sind so, dass wir sie warscheinlich für immer haben. Zum Glück habe ich wenigstens auf der Arbeit ind diesem Bereich kein Gewissensproblem, denn das meiste der Waren in der Galerie wird sogar in Baden-Württemberg produziert (weniger Liefer-LKW hat das auch noch zur Folge). Müll scheint sich irgendwie von selbst gelöst zu haben. Biomüll kommt bei uns eh in einen Papierbeutel und wird in die entsprechende Tonne entsorgt, und abgesehen vom Verpackungsmaterial vom Umzug (das glücklicherweise viel Pappe und Papier war und über die entsprechende Sammlung entsorgt werden konnte) produzieren wir beide überraschend wenig Mülll. Restmüll ist unter 6 l in zwei Wochen. Wir werden weiterhin wenn möglich eher unverpackte Lebensmittel kaufen. Das wird zum Glück von den lokalen Supermärkten hier unterstützt, alle bieten Optionen zum selbst abpacken an – sei es als Fleischtheke oder loses Obst und Gemüse.

Nach dem 35c3 habe ich mich gefragt, wo eigentlich mein von meinen Eltern schon gefördertes politisches Engagement hin ist. Ich war als Jugendliche viel auf Demos – teilweise mit meinem Eltern – aber in den letzten Jahren bin ich zwar regelmäßig wählen gegangen, aber das wars auch schon. Zu jeder Wahl gehörte auch, das ich mich informiere, was ich wähle und wen ich wo sehen will (mit der Bundestagswahl hat das übrigens geklappt, mein Abgeordneter sitzt im Bundestag und vertritt meine Ansichten da, wie ich finde, ganz gut). Aber sonst? Ich nehme mir für 2019 vor, wenigstens gelegentlich mal die eine oder andere Sache zu unterstützen, die ich wichtig finde.

Den Kreativitätsschub vom 35c3 möchte ich weiterverfolgen. Momentan hängt es an einer fehlenden Bestellung, aber LED werden hoffentlich in 2019 weiterhin Thema bleiben. (Weniger im Internet bestellen steht nicht auf meiner Liste, da leider die meisten Geschäft ähnliche Öffnungszeiten haben wie mein Arbeitsplatz und ich so schlicht nicht einkaufen gehen kann.)

Und der letzte große Punkt für 2019: mehr bloggen (das klappt ja schon ganz gut). Jede Woche ein Eintrag war utopisch, und manchmal ist es eben nur ein Eintrag im Monat, da oft auch Recherche dazu gehört. Alle zwei Wochen könnte aber realistisch werden. Ich könnte ja auch mal wieder über Bücher schreiben – und vor allem müssen die Einträge ja nicht lang sein. Das wäre wirklich gut für mich.

*2019 ist das Jahr des Schweins

Heute rahmen wir uns ein Bild – Schattenfugenrahmen

Ich arbeite ja auch handwerklich, indem ich Kundenaufträge einrahme. Im Falle eines auf Leinwand gemalten Bildes, dass auf einen Keilrahmen gespannt ist, kann man eine sogenannte Schattenfuge als Rahmen nehmen. Dieser wird nicht direkt am Keilrahmen anliegen, sondern wird eben eine Fuge bilden. Das Bild muss auf einen Keilrahmen gespannt werden, denn sonst kann man das Bild nicht befestigen. Das heißt, alle Kunst auf Papier fällt damit weg.

Was braucht man also?

  • eine weiche Unterlage auf einem großen Tisch
  • ein auf Keilrahmen aufgezogenes Bild, egal ob original oder Kunstdruck
  • einen Schattenfugenrahmen, der auf jeder Seite 0,5cm größer ist als die größten Ausmaße des Bildes (diesen bekommt man im Künstlerfachhandel und in Einrahmungsfachgeschäften)
  • Pappstreifen
  • eine Bohrmaschine mit einem kleinen Bohrer (für Holz)
  • Schrauben mit Senkkopf (für Holz), in der Regel 2,5-3cm lang
  • eine Ahle
  • einen Aufhänger, das kann ein typischer Galerieaufhänger sein oder ein klassischer Dreiecksaufhänger (ist das Bild länger als 80cm auf der längsten Seite nimmt man  zwei Aufhänger)
  • einen Schraubendreher
  • einen Zollstock

01 Anfang
Man braucht: eine Unterlage, hier Bubblewrap und Papier, einen Schattenfugenrahmen, das Bild, einen Schraubendreher, Schrauben, Zollstock und Pappstreifen.

Zunächst legt man das Bild in den Rahmen, mit dem Motiv nach oben natürlich. Dann ein wenig mittig ausrichten und die Pappstreifen in die Fuge stecken. Hier ist wichtig, dass auf jeder Seite gleich viele Pappstreifen sind, in meinem Fall waren es sechs. Das Bild wird von diesen Pappstreifen straff im Rahmen gehalten werden, es darf richtig klemmen und gestopft werden – aber nicht zu sehr, damit die schmale Rahmenleiste nicht in der Mitte nach außen gedrückt wird.

02 Pappstreifen
Das Bild im Rahmen, mit allen Pappstreifen versehen.

Dann misst man von oben den Abstand zwischen der Außenkante des Bilderrahmens zum Keilrahmen. Das ist wichtig, damit man später beim bohren nicht genau in der Fuge herauskommt.

03 Mass_1
Bei mir waren es hier etwa 3 cm.

Jetzt kann das Bild samt Rahmen umgedreht werden, die Pappstreifen halten es im Rahmen fest.

In der Mitte jeder Bildseite wird diese 3 cm eine Markierung gemacht:

04 Mass_2
Etwa 3cm vom Rand weg in der Mitte jeder Seite ein Kreuz. Ist das Bild größer als 80cm, dann braucht es zwei Schrauben auf der langen Seite.

Das ist die Markierung für die Bohrung. Es ist wichtig, das man mit dem Bohrer nicht nach vorn durchsticht und das Bild beschädigt. Ich schätze die Tiefe gleich beim Einsetzen des Bohrers in die Bohrmaschine ab und lasse den Bohrer gar nicht weit vorstehen.

Jetzt kann gebohrt werden:

05 Bohren
Die Kaffekanne ist optional. Arbeiten auf dem Esstisch. Man sieht, dass ich beim Bohren die Leiste des Keilrahmens etwas nach oben festziehe, auch wenn die Pappstreifen das Bild fest im Rahmen halten.

Die Schrauben dürfen, wie der Bohrer, natürlich nicht nach vorn durchkommen. sie dürfen also inklusive Senkkopf nicht länger als der Rahmen und der Keilrahmen zusammen sein.

06 Schraube
Hier ein Foto meiner Handwerkerhand mit der passenden Schraube. Diese ist genau richtig, etwas kürzer als Rahmen und Keilrahmen zusammen.

Durch die Bohrlöcher kann das Bild in den Rahmen geschraubt werden. Diese Art der Rahmung ist kleben vorzuziehen, denn das Bild kann so einfach herausgeschraubt werden und neu aufgespannt werden oder neu gerahmt werden.

07 Schrauben
Morgens nach dem ersten Kaffee auf dem Küchentisch schrauben. Vier Schrauben kann man schon mal von Hand schrauben, für mehr wäre ein Akkuschrauber dann praktisch….

Und wieder umdrehen! Das Bild ist jetzt fest, und die Pappstreifen können herausgezogen werden.

08 Pappe-raus
Ein schöner Schatten in der Fuge! Die Pappstreifen sollten nicht leicht herauszuziehen sein, sondern etwas klemmen.

Jetzt ist das Bild fast fertig, von vorn wird nochmal kontrolliert, ob alle Fugen gleich breit sind. Manche Keilrahmenbilder sind nicht exakt rechteckig oder an einer Seite schief, das wird man in einem geraden Schattenfugenrahmen sehen. Meistens stellt man das aber erst durch nachmessen fest und es guckt sich wirklich weg, wenn das Bild an der Wand hängt.

09 fast-fertig
Kontrolle von vorn. Mein Keilrahmen ist zwar gut abgelagert, aber gerade.

Nochmal umdrehen – jetzt zahlt sich die Unterlage aus. So kann man das Bild noch nicht aufhängen, es fehlt noch der Aufhänger.

10 Aufhaenger
Ich habe den typischen Galerieaufhänger verwendet, mit zwei kleinen Schräublein befestigt.

Hier kommt die Ahle zum Vorstechen zum Einsatz. Oben in der Mitte des Rahmens, etwas nach unten versetzt, damit die Schräublein nicht in der Fuge zum Vorschein kommen. Mein Bild ist ziemlich genau 70x50cm groß und mit dem Rahmen zusammen sehr leicht, sodass ein kleiner Aufhänger genügt.

11 fertig
Und fertig! Nachdem ich das Bild im Rahmen hatte, habe ich festgestellt, dass ich gar keinen Platz zum Aufhängen habe. Ups. Aber ich ziehe bald um, dann bekommt es einen Ehrenplatz.

Bei meinem Bild hat die Höhe des Keilrahmens mit der Innenhöhe des Rahmens perfekt zusammengepasst, ich habe mir einen Rahmen ausgesucht, der für diese Standartkeilrahmen hergestellt wird. Standart sind etwa 2cm. Man kann aber auch 4cm hohe Keilrahmen kaufen, da braucht man dann einen höhere Schattenfugenrahmen. Möchte man ein 2cm hohes Bild in einen für 4cm gedachten Rahmen setzen, kann man das Bild aufbocken. Dazu gibt es im Baumarkt praktische Leisten, die man sich zusägen  und auf dem Keilrahmen anschrauben kann. Dann geht das Rahmen genau wie oben beschrieben vonstatten, nur das man noch durch diese zusätzliche Leiste bohrt.

Damit haben wir meinem Original einen schönen Rahmen gegeben. Nachmachen durchaus empfohlen, aber der Rahmen darf gern im Fachgeschäft gekauft werden, man möchte ja den lokalen Einzelhandel unterstützen, nicht?

 

Oooooh, I’m still alive

… eeeeh, ooooh,  I’m still alive! *ähem*

Ich lebe noch, aber die Vorweihnachtszeit ist immer, jedes Jahr , jedes Mal auf Neue, der totale Stress. Ich habe, entgegen meiner Überzeugung, eigentlich lieber den lokalen Einzelhandel zu unterstützen, schon Ende November die meisten Geschenke bei einem Internetversandhandel mit einem großen südamerikanischen Fluss im Namen bestellt. Noch das eine oder andere selbstgemachte Geschenk und fertig. Mehr Zeit bleibt mir bei einer sechs-Tage-Woche im Einzelhandel und zwei kompletten Adventswochenenden mit der Familie auch nicht. Dazu kommt, das drei von vier Leuten in der Gallerie Anfang Dezember krank waren, einschließlich mir, und ich jetzt einen Auftragsstau von Ende November habe. Argh. Genug gejammert. Wirklich Zeit zum bloggen bleibt nicht, ABER: Ich habe ein ganz tolles selbstgemachtes Geschenk, von dem ich noch ein zweites anfertigen werde, wenn das erste verschenkt ist, und ich plane, dazu eine Anleitung/ein Work in Progress zu schreiben! Bis dahin viel Spaß mit einem Foto von einem der Familienwochenenden:

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Die Geißhölle in Sasbachwalden im Schwarzwald an einem wunderbaren Schneetag.

Advent, Advent… Der Einzelhandel brennt

Noch eine kurze Anmerkung zum Schluss:

Weihnachten steht vor der Tür. Der große Run auf die Geschenke geht los. Die taz schreibt dazu einen schönen Artikel in der Wochenendausgabe vom 25./26. November, Seite 22 (hier auch nochmal besser lesbar online):

taz_2

Aus der Sicht des Einzelhandels: diese enorm hohen Einnahmen werden vor allem bei den großen Ketten unter anderem durch Einsparungen an den Personalkosten erreicht. Für Weihnachten werden ab Mitte November eine Unzahl ungelernter Aushilfen eingestellt, was für Kassiertätigkeiten durchaus ok ist, aber die eigentlich Mitarbeiter – die, die die Beratungen machen und Vollzeit angestellt sind, ergo Steuern und Krankenversicherung und Co kosten – erhalten keine Unterstützung. Also müssen ein paar wenige Vollzeitkräfte den enormen Ansturm abfedern. Dazu gibt es meistens eine Urlaubssperre für die Zeit von Ende November bis Anfang Januar. Also nichts mit gemütlichem Familienweihnachten für alle, die im Handel arbeiten! Die größte Sauerei: Weihnachten fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Und man höre und staune: In bestimmten Bundesländern ist es dem Handel erlaubt, an einem Sonntag (!), am Weihnachtstag (!), die Läden zu öffnen! Das bisschen Personal darf nun auch noch an Weihnachten die Bedürfnisse von Kunden erfüllen, die auf den letzten Drücker Geschenke brauchen oder einfach „an ihrem freien Tag shoppen gehen wollen“. Ehrlich, muss das sein? Ich bin an dieser Stelle sehr froh, in einem kleinen Betrieb zu arbeiten und nicht mehr bei einer großen Buchhandelskette, deren Namen mit T anfängt. Dazu möchte ich den allgemeinen Verbrauchern an den Sinn von Weihnachten erinnen: Besinnung und Freude, traditionell auch mit der Familie. Ja, Jesus hat Geschenke zu seiner Geburt erhalten, aber deren genau drei. Mehr Konsum muss an Weihnachten nicht sein, denn:

“Love is what’s in the room with you at Christmas if you stop opening presents and listen.” Bobby – age 7 (Quelle: klick)